Diätetik – Chinesische Ernährungslehre

Die Chinesische Ernährungslehre ist mir ein großes Anliegen und ein wichtiger Bestandteil meiner therapeutischen Arbeit. Individualisierte Ernährungsumstellungen im Sinne der Chinesischen Medizin können das Allgemeinbefinden positiv beeinflussen und einen Genesungsprozess unterstützen.

Wenn Interesse besteht, gebe ich gerne eine ausführliche Ernährungsberatung auf Grundlage der Chinesischen Diätetik.

Im Folgenden können Sie sich einen kurzen, einführenden Überblick über die Ernährungslehre der TCM verschaffen.

Die chinesische Ernährungslehre oder Diätetik stellt eine der Fünf Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) dar. Zudem nimmt die Ernährung generell in der chinesischen Lebens- und Gesundheitspflege einen zentralen Stellenwert ein. ‚Falsche‘ Nahrungsmittel gelten als zentraler ‚pathogener Faktor‘ (‚Krankmacher‘). So heißt es in den klassischen Texten der Chinesischen Medizin, dass erst wenn die Ernährungstherapie keine Heilung bewirkt Akupunktur und Arzneimitteltherapie einzusetzen sind. Zudem sollte ein guter Therapeut ebenso ein guter Koch sein und die heilsame oder pathogene (krankmachende) Wirkung der verschiedenen Nahrungsmittel kennen.

In der Chinesischen Diätetik werden die verschiedenen Nahrungsmittel unter anderem nach den ‚Fünf Elementen‘ (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) mit ihren jeweiligen energetischen Wirkungen eingeteilt. Zudem hat jedes Nahrungsmittel eine spezifische thermische Eigenschaft, die sich in kalt, kühl, neutral, warm oder heiß zeigt. Auch der Geschmack eines Nahrungsmittels spielt eine wichtige Rolle, da er spezifische Wirkungen im Körper hervorruft. Darüber hinaus hat die Zubereitungsmethode (kochen, dünsten, braten etc.) große Auswirkungen auf die Eigenschaften der Nahrungsmittel und somit auf den Körper und muss situativ eingesetzt bzw. angepasst werden.

Der Vorteil der Chinesischen Diätetik ist, dass es sich um ein sehr differenziertes Ernährungssystem handelt, was immer auf den/die individuelle/n PatientIn und seine/ihre aktuelle gesundheitliche Lage abgestimmt wird. So gibt es in der Chinesischen Diätetik nur wenige allgemeingültige Ernährungsregeln, im Zentrum steht immer eine individualisierte Ernährungstherapie.

Allgemeingültige Ernährungsregeln sind etwa: Regelmäßige Mahlzeiten (3-4x proTag); mindestens zwei Mal am Tag warme, gekochte Speisen zu sich nehmen (am besten morgens und mittags); die Größe der Mahlzeiten richte sich nach ‚morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann‘. (Und dazu regelmäßige Bewegung bzw. Sport!)

Je nach Erkrankung oder gesundheitlicher Lage müssen bestimmte Nahrungsmittel oder Zubereitungsmethoden gemieden bzw. bevorzugt eingesetzt werden. Die empfohlene Trinkmenge richtet sich ebenso nach der individuellen konstitutionellen Lage des/der PatientIn. So ist es beispielsweise bei einer Nieren-Yang-Schwäche kontraindiziert, übermäßig viel zu trinken, die Flüssigkeitsmenge sollte hier nicht über 1,5 (- 2) Litern pro Tag liegen (bei normaler körperlicher Betätigung). Meist neigen solche PatientInnen aber schon von sich aus dazu, weniger zu trinken. Viel Trinken wird hier oft als unangenehm empfunden, was den körperlichen Bedürfnissen auch durchaus entspricht und angemessen ist.